08.02.2017
Ich bin nicht gerade die netteste
Person.
Und jeden Tag, passierte dasselbe.
Ich weiß, dass ich mir keine Gedanken
machen sollte, ob das Leben Sinn ergibt.
Aber, so alleine wie ich war, und so
viele Symptome wie ich hatte, musste ich das
wohl tun. Ich wache also meist auf und
setzte mich an den Küchentisch. Wo ich dann
meine Schmerztabletten nehme und meine
Musik anmache.
Es brauchte gut, ein – zwei Stunden,
bis die Schmerzen wegwaren.
Das Delerium vom Verschlafen, und dem
Alkohol vom Tag davor,
lagen mir einem noch in den Knochen.
Mein Vater, würde immer nebenan, in
der Stube sitzen.
Wir verstehen uns nicht SO gut, ...
Schließlich, hatte ich fast jeden Job
hingeschmissen, den ich je angefangen hatte.
Aber, es gab noch andere Gründe, wieso
ich mich ihm gegenüber, wie in einer
anderen Welt fühlte. Und der Gedanke
ist gruslelig als auch alamierent.
Ich hab nie viel, für irgendwen
gefühlt ...
Meist, traute ich den Menschen nicht
mal.
Und, seitdem, hatte ich immer das
Gefühl, dass ich gar kein wirkliches Ziel und gar keinen
richtigen Charakter hatte.
Klar, auf so einer rein fundamentallen,
intelektuellen Ebene, verstehe ich das schon.
Aber, das war genau das Problem.
Wenn sich Beziehungen so oft ändern,
und man selbst, immer den kürzeren zieht ...
Da glaubt man an gar nichts mehr.
Dann ist für einen selbst, die Welt,
relativ.
Es ist eine Welt, voller Nichts-tun,
... Es ist eine Welt, voller Dating-seiten, die eigentlich
funktionieren sollten. ...
Es ist eine Welt in der Man zockt und
zock und zockt, ... und selbst dann ...
kauft man sich noch neue Spiele oder
fischt nach Strohhalmen.
Nur um, irgendwie bekannt oder famous
zu werden, seinen Freundeskreis zu erweitern,
und vielleicht, diese eine Person zu
treffen.
So, dachte ich zumindest darüber.
Im Endeffekt, drehte es sich immer um
das warum.
Aber, Menschen prallen zu schnell und
viel zu häufig voneinander ab.
Es gab nie, auch nur den geringsten
Grund, mit IRGENDWEM, lange befreundet zu sein.
Nur mit denen, die man schon hatte.
Bei mir war das nicht unähnlich.
Früher hatte ich mal ein paar dutzend
Freunde.
Heute, beschränke ich mich nur noch
auf die, die mich wirklich aushalten.
Da ich nunmal starke Gefühle hatte,
konnte ich nicht anders, als nachts zu trinken.
Ich weiß nicht wieso.
Vermutlich um, Aufmerksamkeit zu
erhalten? ... Oder, als so eine Art Bewältigungsmechanismus?
Dass das Leben stinkt, wusste ich schon
immer.
Aber, dass es nebenbei noch verwirrend
sein musste, als ob es mit uns spielt?
Das, machte mich am meisten fertig.
Ich war immer sehr ungeduldig, und ...
sicher keine spaßige Person mit der man abhängen sollte!
Ich würde euch zur weißglut bringen.
Oder, aber eure Existenz nicht ernst nehmen.
Sicher, in dem Moment, in dem ich mit
euch rede, bin ich villeicht noch normal!
Und, gebe vielleicht gute Ratschläge
und höre noch einigermaßen zu.
Aber, sobald ich wieder alleine war,
betrat ich eine ganz andere Welt.
Ich, hatte irgendwann mal den Tick
entwickelt, nachts zu trinken.
Oder, noch viel mehr, ...
Schon bei unseren treffen damals,
draußen im Park, bin ich schon immer der gewesen, der als erstes
ging.
Warum?
Naja, viel zu sagen, hatte ich ja
nicht.
Ich, war weder stark, unabhängig,
attraktiv, noch dass sonst irgendwas los war in meinem Leben!
Aber, es ging noch einen Schritt
weiter.
Ab einem gewissen Punkt, wenn man
Alkohol intus hatte,
schienen sich die Realitäten zu
verschieben.
Normalerweise, hörte ich zumindest
immer mit einem Ohr zu, wie es meinen Freunden ging.
Und, zumindest damals, war es noch
irgendwie spaßig, betrunken zu sein!
Aber, nicht für mich.
Nicht, ab diesem Moment.
Ihre Worte, ihre Arten, ihr Gezäter,
ihre ganzen Ideologien, traten in den Hintergrund.
Und, ich konnte nichts mehr vernehmen,
ohne es mit dem anderen zu vermischen.
Es war, LANGWEILIG ... teils aber auch,
irgendwie zu viel um es auszuhalten.
Vielleicht war ich überfordert?
Ich meine, wie ich später rausfinden
würde, BIN ich so ein Typ, der von den Gefühlen
anderer überfordert ist.
Das nennt man Hypersensibel.
Und so narzistisch das jetzt wieder
klingt.
Es fühlt sich so an, als ob man
irgendwie der Blitzableiter für alle wäre.
Als ob man das fühlt, was andere nicht
fühlen.
Als ob man da weitermacht, wo sie
aufhören.
Ich wusste ja, dass ich immer abwesend
war
und, zu den eigentlichen Diskussion,
immer fast gar nichts beitragen konnte.
Aber ein Arsch oder Gefühlslos, war
ich sicher nicht.
Nein, viel mehr, ordnete ich mich dem
unter.
Die Gefühle anderer, waren wichtiger.
Und, teils schwelgte ich darin, teils
machte es mich an.
So wie wenn man überromantsich durch
die Straßen geht.
Trotzdem, ich interpretierte schon
immer, viel zu viel rein,
... in das, was meine Freunde
vermutlich über mich dachten.
Meine Schuldgefühle, ... wurden ihre
Gedanken.
Meine Komplexe, eine überaus
durchdachte Verschwörung,
von ihnen, gegen mich!
Meine Schwächen, ... Ihr Worte,
Schwerter, Speere und Schilder.
Ich wusste es nicht.
Nun war ich gelangweilt, überfordert
...
Und, zu einem gewissen Teil, auch
unterschätzt.
Ich hatte keinen Glauben daran, dass
ich mit IRGENDWEM zusammenpasste.
Ich fühlte mich so abseits, wie immer
...
An solchen Abenden, ... mehr als
irgendwann sonst.
Also, was macht man, wenn man
stark-trunken, Nachhause gehen will,
ohne dass es jemand merkt?
Gar nichts ... Man läuft einfach los.
Unabhängig davon, ob jemand etwas dazu
sagt, ob jemand etwas bemerkt,
ob jemand vielleicht einen danach
anrufen würde!
Wie immer, TAT das keiner ...
Aber, zugegeben, dass spielte meiner
vorrangenganen Paranoia und meinem Misstrauen,
ja nur wieder in die Hände!
Was wollte ich damit erreichen?
Jemanden wieder auf mich aufmerksam zu
machen?
Ich fühlte mich noch schlechter als je
zuvor, mit dem Gedanken.
Im Nachhinein, bin ich wohl der
einzige, der kontempliert und seine Gefühle so in Frage stellt.
Und, auch wenn andere das nicht tun,
und mich so etwas nervt.
Manche, waren typische menschliche
Emotionen, eben wie die Krügen, auf denen wir gingen.
Sie zu hinterfragen, würde nur
bedeuten, sie wegzunehmen!
Aber, warum machte ich es überhaupt?
Ich weiß nicht, wann immer ich an
diesen Punkt angelangt bin,
gibt es nur noch eine Sache für mich
zu tun.
Mehr Alkohol!
Es ist seltsam, obwohl man total
volltrunken ist und sich am liebsten schon fast übergeben hätte,
sobald ich Zuhause war, war ich wieder
relativ klar im Kopf.
Ich trank ein Glas Wasser oder pfeifte
mich ein Brötchen rein.
Aber der Durst, war nicht gestillt.
Irgendwas, veranlasste einen dazu,
länger wachzubleiben.
Irgendwas, trieb einen, dann vor den
Computer.
Ich würde die Kopfhörer aufsetzten,
und ich sage euch: Geschlagene ein zwei
Stunden im Internet surfen,
bis ich die richtigen Dinge gefunden
hab, die ich brauche.
Emotnionale Lieder ... und dann ...
Filmausschnitte!
Ich weiß nicht wieso!
Wieso ich das so brauchte.
Aber irgendwas an der Musik der
Mitschnitte,
und den Worten, die die Charaktere
sprachen,
irgedwas daran, nahm mich immer
ziemlich mit.
So als ob, je öfter ich es mir
anschaute, mit die Implikationen von denen was sie sagten,
mir bewusst wurden.
Als ob ich es mit der vollen Kraft,
fühlen würde.
Die Tiefe ... der Tiefgang ...
Wie ich am Ozean aufschramm, damit ich
in tausend kleine Stückchen zerfalle
und ... naja ... einfach heule.
...
Das klingt seltsam oder nicht?
Vielleicht, klingt es noch seltsamer,
wenn ich das ... jeden Tag mache?
Zu einem gewissen Grad zumindest.
Manchmal schwieriger, manchmal weniger.
Je nachdem, was ich grad so über mich
dachte.
Was grad die Symptome und die Diagnose
waren.
Den, ich gehe mittlerweile schon seit
zwei Jahren, in Therapie.
Nichts konnte mir helfen bisher.
Und, ich selbst ... denke von mir, als
Gefühlsjunkie.
Es gab nichts anderes, als Schwerpunkt
in meinem Leben.
Immer wurde es ausgelöst von
Kleinigkeiten ...
Aber, wenn ich diesen Berg erst
erklummen hatte.
Wenn ich mich so richtig zum weinen
brachte.
Dachte ich schon, dass ich schlauer als
alle anderen bin.
Dass ich etwas fühle, was sie nicht
fühlen.
Nämlich das Gewicht vom Leben.
Die Tragik dahinter.
Wie es mit uns spielt, eben.
Und doch, MEIST ... konnte die anderen
Leute, gar nicht mal etwas anfangen,
mit den Dingen, die ich mir ansah.
Sie, verstanden diese Sprache nicht,
die ich sprach.
Sie, sehen da bloß zwei Charaktere,
die ihre Sätze sprechen.
Wohingegen ich, die volle Bandbreite,
aller Daten und Implikationen dabei zusammenfassen konnte.
Ja vielleicht sogar, was sich der Autor
dabei gedacht hat.
Und seltsamerweise, wendete ich es
meist auf mein Leben an.
Als schlappe Antwort, auf eine Frage,
die ich sowieso nicht stellte.
Warum machst du das?
Warum bist du so traurig?
Keine mag, wenn du traurig bist!
Aber, ich rechtfertige es immer, mit
den gleichen Worten.
"Ich hatte ein beschissenes Leben
... Also darf ich es."
Ich meine, warum sollte man es nicht so
rechtfertigen?
Man tat doch niemanden weh!
Wenn interessierts, ob du die ganze
Nacht vor dem Computer heulst?
Als ob das irgendeinen Schwanz
interessiert.
Aber, vielleicht machte ich es ja
erneut, nur um Aufmerksamkeit zu erregen?
Ich meine, ich hatte schon immer
Probleme, mit der Identität.
Mit dem, was ich mein restlichen Leben
lang TUN soll !
Und, aus irgendeinem Grund, ist mit
Emotionalität in den Kopf geschossen.
Das war das einzige ... in dem ich gut
war.
Nichts anderes.
Gefühle und Probleme ernst zu nehmen.
Das Leben ernst zu nehmen.
Die schwingenden Klingel und Pendel im
Leben zu sehen.
Die nahende Bedrohung für andere
wahrzunehmen, die es ja nicht konnten.
Teils, inspirierte ich die Leute sogar
mit der Therapie!
Weil, oh Wunder, oh Wunder, ... wie es
mir ein wenig besser ging,
gingen auch die Leben von anderen
kaputt.
Und ich fragte mich: Wieso ? ... Wieso
? ... Wieso musst du mir das zeigen, oh Leben?"
Ich weiß nicht, ob ich mich dafür
bestätigt fühlen soll.
Oder, ob ich MEHR sah im Leben.
Aber, genau das war das Dilemma
irgendwie.
Wenn man sich ständig unsicher war,
über das was man IST ...
Oder, was man DENKT ...
Dann ... Ist man nicht wirklich !
Man existiert nicht wirklich.
Alles, jede Problemlösung, jede
Veränderung, wird immer wieder nur zu einer Farce!
Weil, es eben das war, was Menschen
brauchten, um Vorwärts zu kommen!
Oder, zumindest DENKEN sie das, dass
sie damit vorwärts kommen.
Und, was es unterm Strich für mich
bedeutete ... ist, relativ.
ICH, bin relativ ...
Das was ich denke, ist relativ.
Das Leben, ist relativ.
Oder, wie Daniel Day Lewis sagen würde:
"Du bist weder heiß noch kalt,
also SPUCK ich dich einfach aus!"
Relativ.
Keine Ahnung, vielleicht dachte ich
noch irgendwie, in meinen Gedanken,
dass ich irgendwann mal ne Frau finden
würde, die anders war.
Mit der ich, eine emotionale Bindung
hab, damit sie quasi,
die zwete Gehirnhälfte von mir
ersetzt.
Damit ich im Tandem, besser arbeite.
Damit, SIE mir vielleicht sagt, wer ich
bin.
Weil, offensichtlich, scheine ich nur
rumzueiern.
Und, alles was ich kann, ist das
aufzuschreiben.
Und, IMMER und IMMER WIEDER, diese
Dinge durchzukauen.
Das ist es, was man meint, wenn man
traurig ist.
Man beschäftigt sich mit irgendwas,
dass für das Leben, absolut
unanwendbar ist!
Und, wenn Menschen dich dann
kritisierten,
hattes du immer Angst, dass
irgendjemand diesen roten Faden anfässt,
und ZIEHT !
Damit diese ganze Vorhang, diese
Identität die du um dich aufgebaut hast, zu boden fliegt.
Und DAS Ladies and Gentlemen ... Das,
ist das unfair am Leben.
Alles davon!
Es ist wie eine Symphony des schlechten
Geschmacks,
düsterem Humor.
Ich weiß nicht.
Es schmeckt metalisch wie Blut.